WJC mit „gebrauchtem Sonntag“ auswärts beim Staffelfavoriten

So, 29. 10. 2017 MSV Dresden – USV TU Dresden 42:15 (23:4)

Unglücklicherweise mussten unsere C-Mädels ausgerechnet auswärts beim MSV Dresden gleich ohne vier Leistungsträger antreten. Es fehlten verletzungs- oder terminsbedingt Fanni, Tara, Ragna und Philine. Das allein sollte nicht als Erklärung für den arg ängstlichen und unkonzentrierten Auftritt vor allem in der ersten Halbzeit ausreichen – die Zeitumstellung oder das stürmische Herbstwetter allerdings auch nicht, denn eventuelle daraus resultierende Unpässlichkeiten hätten die Mädchen vom gegnerischen MSV ebenso treffen müssen.

Während der gesamten ersten Halbzeit präsentierte sich ein USV-Team, wie es keiner haben wollte, ganz sicher am allerwenigsten die beteiligten Spielerinnen selbst. In der Abwehr schien man mehr darauf bedacht, keinerlei Feindberührung zu riskieren, als lauffreudig die Lücken zu schließen und eine Gegnerin mal entschlossen am Torwurf zu hindern. So boten sich regelmäßig den individuell starken MSV- Mädels bereits nach wenigen Abspielen freie Wurfgelegenheiten, gegen die die Torhüterin machtlos war. Zugleich war die Mannschaft im Angriffsspiel zu langsam, zu harmlos und viel zu fehlerhaft, als dass sich die Abwehrleistung hätte einigermaßen ausgleichen lassen hätte. Leider vermochten es auch die verbliebenen Leistungsträgerinnen nicht, das Blatt zu wenden. So gingen die Spielerinnen mit einem frustrierenden Zwischenstand von 4: 23 in die Halbzeitpause.

In der Halbzeitpause hat der Trainer offenbar die richtigen Worte gefunden, um seine geknickte Mannschaft wieder aufzurichten. Vielleicht hat auch die eine oder andere Spielerin den richtigen Zaubertrank in der Trinkflasche gefunden. Was auch immer der Grund gewesen sein mag. Jedenfalls zeigte die Mannschaft nach der Pause eine deutliche Reaktion. Vor allem im Angriff zeigten die USV- Mädchen jetzt eine dem Leistungsvermögen dieser Formation eher gerecht werdende Leistung und gaben den zahlreich anwesenden Eltern auf der Tribüne öfter Gelegenheit zum Torjubel. Vor allem Leonie zeigte im Angriff eine couragierte Leistung indem sie furchtlos – wie man so sagt – dorthin ging, wo es weh tut und so entweder selbst ihre Wurfgelegenheiten fand und abschloss oder für andere Mitspielerinnen Lücken schuf.

Als Fazit möchte man den Spielerinnen, vor allem auch den jüngeren zu rufen: Vergesst das Ergebnis und die über 40 Gegentore! Nur durch weiterhin hohen Trainingsfleiß wird die künftige Perspektive mehr und mehr als Leistung in den Spielen sichtbar.

Für den USV spielten: Hannah Z. (TW), Alina (TW), Sophie (5), Leonie (4), Jasmin (3), Celina (2), Isabell (1), Emilia, Emily, Hanna R., Paulin, Antonia