11,5 Stunden Training und positiver Einstand

Der Saisoneinstand der A-Jugend Mädels des USV/MSV am Samstagvormittag in der EVA war positiv. Und das aus zweierlei Sicht. Das Spiel gegen den Radebeuler HV konnte mit 23:18 (10:7) gewonnen werden und alle Mädels hatten ihren Einsatz und trugen zum Erfolg bei.

„Ich hatte wirklich ein gutes Gefühl vor dem Anpfiff, denn wir hatten 5 Wochen harte Vorbereitung auf die Saison, zum Abschluss das Trainingslager im Querxenland am vergangenen Wochenende, die wir intensiv nutzten.“ Die Mädels knallten sich im Training richtig rein.

Die Zeit brauchten wir auch. Unser Team wurde, wie es für eine A-Jugend normal ist, ganz schön umgekrempelt. 5 Mädels (Pati, Ana, Thessa, My und Isa) kamen aus der B-Jugend und einige mussten wir altersbedingt an die Frauen abgeben oder sie hörten aus persönlichen Gründen mit dem Handball auf… leider.

Außerdem kam es in der Vorbereitung zu einer schweren Verletzung und dem damit verbundenen langen Ausfall unserer My.

My, an dieser Stelle wünscht Dir die gesamte Mannschaft beste Genesung für Deine Kreuzbandverletzung. Wir freuen uns auf Deine schnellstmögliche Rückkehr!

Nachdem wir speziell im August Wert auf Kraft und Athletik legten, nutzten wir die Zeit im Trainingslager Taktik und Technik zu vermitteln. Wichtig war aber auch, dass sich die Mädels zu einer Gemeinschaft, zu einem echten Team formen sollten. Das gelang aus unserer Sicht sehr gut.

Natürlich spielten Komponenten wie 14 Spieler in einem Bungalow, 7 Uhr Joggen, Beachvolleyballturnier (beide Trainer waren leider im unterlegenen Team), ein 2,5 stündiger Teambuilding Parcours und natürlich in Summe 11,5 Stunden gemeinsames Training, ein entscheidende Rolle. Heute können wir sagen, wir haben eine echt coole Truppe.

Ach ja, weshalb zwei Trainer. Nachdem Stephi, die viele Jahre die Mädels als Trainerin führte, Nachwuchs erwartete und demzufolge eine Auszeit antrat … Stephi, alles Gute noch mal für die kleine Edda und viel Spaß wünschen wir Euch mit der kleinen Maus… kam Jojo auf uns zu und meinte, dass sie die Position von Stephi einnehmen möchte. Das ist ein starker Schritt von ihr, denn sie entschied nach der letzten Saison mit dem Handball aufzuhören, weil es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ging. So bleibt sie bei der Truppe, dem Handball treu und kann nun ihre Erfahrungen an die Mädels weitergeben. Das macht sie heute schon sehr gut.

Nun auf das Spiel zurückzukommen. Das Gefühl, wie erwähnt, war vor dem Anpfiff zwar positiv. Doch weiß man nie, was einen im ersten Spiel erwartet. Wir kannten die Radebeuler Truppe nicht so richtig und vor allem hatten wir leider keinen echten Test inForm eines Spieles.

Die Mädels des USV/MSV starteten sehr konzentriert und sicher in die Partie. Die ersten 5 bis 10 Minuten konnten sie viele positive Akzente setzen und gingen mit 3:1 in Führung. Klar konnten nicht alle Angriffe erfolgreich bestritten werden. Dafür befinden wir uns ja noch am Anfang der Saison.

Zwischen der 10. und 25. Minute verloren die Mädels leider ihren Spielfaden. Die Gäste nutzten die zwischenzeitliche Schwäche der Dresdnerinnen und gingen mit 7:6 erstmals in Führung. Viele technische Fehler, vor allem Abspielfehler, im Spielaufbau waren die Ursache. Das Selbstvertrauen war somit angekratzt und es funktionierte nicht mehr viel.

Kurz vor dem Seitenwechsel, nach einem erfolgreich verwandelten Konter, drehte sich das Blatt wieder. Die Mädels um ihre beiden Kapitäne Nadja und Nadine wirkten selbstbewusst und sicher, spielten ein hohes Tempo und konnten fast jeden Angriff erfolgreich abschließen. Aus dem 6:7 wurde bis zum Pausenpfiff ein 10:7.

In der Halbzeit wurde viel geredet, weniger über das was nicht funktionierte, sondern vielmehr darüber, was jeder kann und wie sich jeder mit seiner individuellen Stärke einbringen kann.

Es fruchtete, denn die Mädels kamen wie verwandelt aus der Kabine. Das Tempo war hoch, die Kombinationen wurden gespielt (ab und zu auch erfolgreich J), Isa nagelte ihr Tor mit sehenswerten Paraden -übrigens über die gesamte Spielzeit- zu und gab der Truppe so einen sicheren Rückhalt und im Angriff vielen nun endlich auch die Tore. Ca. in der 50. Minute stand es 19:10 und kurz darauf 20:11. Die Chancenverwertung war zwar noch nicht optimal, aber wie schon erwähnt, es war das erste Spiel mit einer komplett neu formierten Truppe. Die Partie war entschieden. Radebeul kämpfte aufopferungsvoll weiter, hatten jedoch auch im Abschluss ihre Defizite.

Die letzten 10 Minuten ging es etwas drunter und drüber, speziell in der Abwehr des USV/MSV. Das konnten die Gäste-Mädels nutzen und betrieben etwas Ergebniskosmetik. Aber das Spiel war entschieden und die ersten beiden Punkte stehen für die SG USV/MSV auf der Habenseite.

Es liegt natürlich noch ein ganz schönes Stück Arbeit vor uns, jedoch muss man auch mal mit der gezeigten Leistung zufrieden sein und darauf lässt sich aufbauen.

SG USV/MSV: Isa, Lui (3), Resi (4), Lea, Nadja (4/2), Hannah, Nadine (7), Franzi (2), Ana (1), Pati (2), Thessa, Nele