USV TU Dresden - HSG Freital/ Wilsdruff 38:28 (13:18)

Am Samstag, den 14.11.2015, fuhren die 1. Männer des USV TU Dresden zum Gastgeber des nächsten Spiels, der HSG Freital/ Wilsdruff. Bei ungemütlichem Herbstwetter galt es dem direkten Tabellennachbarn keine Punkte zu schenken und selbst die Position in der Tabelle zu verbessern. Die Startbedingungen dafür standen gar nicht so schlecht, mit einer voll besetzten Bank, einer ordentlichen Halle und eigenen Fans unter den Zuschauern konnte das Spiel 17.00Uhr beginnen.

Die Anweisung war deutlich - nur ein Sieg zählt. Und mit entsprechender Motivation startete das Team um Trainer Villwock ins Spiel. Leider währte diese nicht lange. Unkonzentriert gingen die Dresdner im Angriff vor, verwarfen sichere Torchancen und spielten unsicher miteinandern. Hinzu kamen technische Fehler und überhastete Aktionen. In der Abwehr ein ähnliches Bild. Von Zusammenarbeit, gemeinsamen Verschieben und Aushelfen war wenig zu sehen. Stattdessen ließ man trotz einer 6-0 Abwehr dem Gegner immer wieder genug Platz, um im 1-gegen-1 durchzubrechen und frei zu werfen. Schnell wurde so aus dem 1:1 ein 3:1 und ein 6:3 Rückstand.

Nach knapp 10 Minuten hat sich das Angriffsspiel der Männer aus Dresden gebessert. Kombinationen wurden gespielt und auch mit Toren belohnt. Das Problem war weiterhin die Abwehr. Fehlende Kommunikation führte weiterhin zu großen Lücken, die die Wilsdruffer dankend annahmen. Verschoben die Dresdner dann doch mal richtig und schafften eine Überzahlsituation innerhalb der 9-Meter auf der Ballseite, nutzte der Gegner einfach seine gute Wurftechnik um aus einer Entfernung von 10, 11 Metern einzunetzen. Gegen diese Würfe aus der zweiten Reihe war die defensive 6-0 Abwehr der Dresdner machtlos. Nach 20 Minuten und einem Stand von 13:8 gegen den USV kam die Auszeit. Der Trainer mahnte zu mehr Ruhe, bessere Absprachen und Konzentration. Verloren war noch nichts, doch ab jetzt mussten sich alle zusammen reißen und den Kampfwillen zeigen, um die 2 Punkte doch noch mit nach Dresden zu nehmen. Und dieser Wille war auch da. In den letzten Minuten der ersten Hälfte stand die Abwehr schon besser und verhinderte durch härteres Eingreifen weitere schnelle Tore des Gegners. Im Gegenzug wurde der Angriff auch noch sicherer und so konnte der Rückstand zur Pause auf 5 Tore verringert werden.

In der Halbzeit dann wieder die deutlichen Worte des Trainers. Dieses Spiel war nur noch als Team zu gewinnen. Die Abwehr wurde auf eine defensive 5-1 umgestellt, um durch den vorgezogenen Spieler die schwer zu erreichenden Würfe aus der 2. Reihe zu verhindern. Die 5 Mann an der 6 Meter Linie verschoben nun auch konsequent die Abwehr auf die Ballseite und schafften durch das Weglassen des Außenspielers eine Überzahlsituation, die den Gegner vermehrt zu Fehlern und überhasteten Aktionen zwingen sollte. Und das gelang. Wilsdruff hatte große Probleme mit der neuen Abwehrformation und kam nur selten zum Torerfolg. Die USV-Männer nutzten jetzt ihre Schnelligkeit mit den jungen Spielern und eröffneten jeden Angriff mit einer Variation der zweiten Welle. Die zurückerlangte Treffsicherheit und der Blick für den besser positionierten Mitspieler brachten den USV zurück ins Spiel. Über die Stationen 16:19, 20:21 und 24:24 konnte die erste Führung, das 25:24 für den USV, im Spiel nach knapp 40 Minuten erzielt werden. Konzentriert ging es weiter. Jeder Spieler, auf dem Feld und auf der Bank, war bei der Sache und zeigte - wir sind eine Mannschaft. Führte die zweite Welle nicht zu einem schnellen Tor wurde das Angriffsspiel ruhig aufgebaut. Kombinationen wurden wurden angesagt, gespielt und abgeschlossen. Auch das 1-gegen-1 funktionierte durch ein druckvolles Anziehen und Abspielen. Die Männer aus Dresden konnten nun ihre Führung verteidigen und ausbauen. Vom 25:25 ging es zum 28:30. In den letzten 5 Minuten gelang dem Gegner kein Tor mehr und Dresden tat noch etwas für das eigene Torverhältnis. Nach 60 Minuten Spielzeit und 30 Minuten voller Kampf und Leidenschaft gingen die Gäste mit 38:28 als verdienter Sieger vom Platz.

Es spielten: Michael Löscher, Jürgen Zeckert (beide Tor), Michael Raub (8), Gustav Ritter (7), Torsten Klatt (5), Ulrich Giesing (4), Fabian Behle (4), Robert Michel (4), Lars Siegler (3), Tobias May (2), Heiko Berger (1), Axel Weigel, Carsten Höferth, Erik Rothe