Trainerfuchs Eichhorn führt gleich zwei Frauenteams zum Sieg – I. Frauen des USV gewinnen gegen Spitzenreiter

11.03.2017 USV TU Dresden vs. HSG Riesa/Oschatz 30:26 (14:16)

Zurück in den eigenen vier Handballwänden galt es dieses Wochenende einem überragenden Gegner aus Oschatz die Stirn zu bieten. Was andere geschafft haben, dass können die Frauen aus Dresden schon lange. Wenn da nicht noch die katastrophalen Begegnungen gegen Chemnitz und Radeberg im Hinterkopf wären. Aber heute galt es die Heimserie in der Energieverbundarena weiter zu verteidigen.

Dies gelang von Anbeginn an, schon fast spielerisch zogen die Dresdenerinnen gegen den Favoriten aus Oschatz mit 8:2 davon. Nach gut 15 Minuten erwachten auch die Gäste langsam aus ihrem Mittagsschlaf und starteten zum Gegenangriff. Wieder einmal mangelte es der Dresdener Abwehr an Robustheit und Konsequenz. Die ersten 15 Minuten schienen wie weggeblasen. Im Angriff wurde undiszipliniert und phasenweise kopflos abgeschlossen. Was die Gegner aus Oschatz sofort zum Tempogegenstoß nutzten. So fiel es den Gästen sichtlich leicht den 6-Tore Rückstand in kürzester Zeit aufzuholen und bis zum Halbzeitpfiff auf eine zwei Tore Führung auszubauen.

In Teamarbeit mit Ersatztrainerfuchs Mike Eichhorn wurde an der Taktik für die zweite Halbzeit gefeilt. Aus welchen Gründen auch immer, keine der Dresdnerinnen konnte sich in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit daran erinnern. So ging das Schützenfest für die Gäste fröhlich weiter - von einem 14:17 hin zu einem Stand von 17:23. Sechs Tore Rückstand und nicht einmal mehr 15 Minuten zu spielen. Doch die Frauen des USV rafften sich auf und boxten sich mit lautstarker Unterstützung von der Bank und den Zuschauern zurück ans Licht. Fair, aber robust hielten sie dem Oschatzer Angriff immer wieder Stand. Mit einer starken Yikka Puskas im Tor konnte auch das letzte auflodernde Flämmchen Kampfgeist der Oschatzerinnen erstickt werden. Mit diszipliniert ausgespielten Angriffen und schnellen Toren durch Tempogegenstöße arbeiteten sich die Gastgeberinnen wieder an ein Unentschieden heran (26:26).

Alle Nerven waren zum Reißen gespannt. Wie wird dieser Krimi zum Samstag-Nachmittag ausgehen? Doch die Dresdenerinnen behielten auch über die letzten Minuten ihre Willensstärke und erkämpften sich bis zum Schluss mit einer starken Abwehrleistung sogar noch eine vier Tore-Führung.

Hier war eine Mannschaft am Werk, wohingegen auf der anderen Seite jede Dame aus Oschatz für sich selbst gekämpft hat.

Respekt und Glückwunsch an beide Frauenteams die an diesem Tag wieder einmal bewiesen haben, was ein Team gemeinsam schaffen kann.

Es spielten:

Lisa Ziegler, Maria Puskas (beide Tor), Katja Kotzauer (3), Dajana Knick (3), Franziska Petalla (5), Andrea Leben (4/4), Rebeca Cembranos Bruzok (3), Jennifer Lippmann (2), Julia Berger (5), Juliane Würdig (1), Sarah Hilke (3), Anne Grevener