Revanche missglückt – USV unterliegt Rückmarsdorf in einem kämpferisch starken Spiel

Dem USV TU Dresden ist die Revanche für die Hinspielpleite gegen die HSG Rückmarsdorf missglückt. In einer am Ende von der Spannung her kaum zu übertreffenden Partie, unterlagen die Dresdnerinnen denkbar knapp mit 23:24. Dabei hatten diese noch nach Spielende die Chance durch einen von Anne Grevener erzwungenen 7-Meter, einen Punkt in heimischer Halle zu behalten. Doch symptomatisch für das ganze Spiel verhinderte dies der linke Pfosten. Doch schauen wir noch einmal auf den Spielverlauf.

Die Randleipzigerinnen fanden gut ins Spiel. Mit einer aggressiven und offensiv agierenden Deckung machen sie es den TU-Damen schwer, ins Spiel zu finden. Anscheinend sind Saisonpausen nicht gut für den Rhythmus des USV. Denn bereits nach der Weihnachtspause brauchte man zwei Spiele, um wieder richtig in Gang zu kommen. Und so gingen die Gäste von Beginn an stets mit ein bis zwei Toren in Führung und konnten diese in der Mitte der ersten Halbzeit auf fünf Zähler (5:10) ausbauen. Zu diesem Zeitpunkt nahm Trainer Andreas Lemke eine Auszeit und versuchte sein Team neu einzustellen. Dieses fand in den nächsten Minuten auch deutlich besser in die Partie und konnte den Rückstand bis zur Pause zumindest auf drei Treffer (11:14) verkürzen.

Mit dem Bewusstsein, dass in diesem Spiel noch nichts verloren ist, gingen die Damen die zweite Hälfte an. Bereits drei Minuten später hatte man die Chance zum Ausgleich. Doch wie schon die ganze Partie über, scheiterten die Damen häufig an ihrer eigenen Abschlussschwäche. Und so lief man die nächsten zwanzig Minuten immer wieder einem zwei Tore Vorsprung der Rückmarsdorferinnen hinterher. Durch eine Manndeckung in den letzten drei Minuten schafften es die Dresdnerinnen jedoch noch einmal, auf ein Tor zu verkürzen und hatten danach noch zwei Chancen den Ausgleich zu erzielen. Doch sowohl der Wurfversuch von Anne Gräfe, die dabei einen 7-Meter herausholte, als auch der von Andrea Leben, die die Verantwortung auf sich nahm und am Punkt antrat, fanden ihren Weg nicht ins Netz.

Zum Abschluss muss man sagen, dass die USV-Damen an diesem Tag wahrscheinlich an sich selbst gescheitert sind, denn der Gegner hätte bezwungen werden können. Am mangelnden Kampfgeist hat es an diesem Tag jedoch wahrlich nicht gelegen.

Am nächsten Wochenende erwartet die TU-Damen dann ein weiteres schweres Los. Sonntag, um 16 Uhr müssen sie auswärts beim Tabellenprimus, der HSG Neudorf/Döbeln, ran. Hoffentlich finden die Damen nun schnell wieder in die Spur. Wenn ja, wird es sicherlich kein Selbstläufer für die Döbelnerinnen werden.

Es spielten: Puskas, Kalich (Tor), Semeradt (1), Kötter (1), Kolewa (6/1), Horn, Härtel, Leben (5/3), Lippmann (4), Löser, Cembranos Bruzon (5), Seidel (1), Gevener