Guter Start ins neue Jahr –
weder Gänsebraten noch der HSV Weinböhla können USV-Damen stoppen

USV TU Dresden – HSV Weinböhla 40:20 (21:10)

9. Januar 2016

Gleich im ersten Spiel nach der Weihnachtspause mussten die USV-Damen gegen den HSV Weinböhla (4. Tabellenplatz) antreten. Die Weinböhlaerinnen sind in der laufenden Saison bisher das einzige Team, das gegen den Tabellenführer USV TU Dresden gewinnen konnte. Dementsprechend forderte Trainer Andreas Lemke hohe Konzentration und maximalen Einsatz seiner Spielerinnen, um das verpatzte Hinspiel in Weinböhla vergessen zu machen. Seine Befürchtungen, dass der Fitnesszustand seiner Spielerinnen unter Gänsebraten und selbstgebackenen Plätzchen zu sehr gelitten haben könnte, bewahrheiteten sich glücklicherweise nicht.

Taktisch diszipliniert spielten die USV-Damen die erste Halbzeit. Auch wenn in der Abwehr nicht alles reibungslos funktionierte, so lief es im Angriff umso besser. Immer wieder wurde schnell von Abwehr auf Angriff umgeschaltet. Mit viel Übersicht, Tempo und konzentrierten Abschlüssen konnte bis zur Halbzeit ein deutlicher Vorsprung herausgespielt werden (21:10). Diesmal geriet der Spielfluss – abgesehen von einer kurzen Schwächephase – auch in der zweiten Halbzeit nicht ins Stocken. Die eingewechselten Spielerinnen fügten sich nahtlos ins Spiel ein und so bekamen die Zuschauer die ganze Bandbreite des Handballsports zu sehen: viele Tempogegenstöße, schöne Tore aus dem Rückraum, erfolgreich gespielte Kombinationen, die auch immer wieder über die Kreis- oder Außenpositionen zum Torerfolg führten. Alle Spielerinnen bekamen ausreichend Einsatzzeit und konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Dementsprechend schwer war es für die Gäste, sich in der Abwehr auf das Spiel einzustellen. Erheblichen Anteil am deutlichen Sieg hatte auch Lisa Ziegler, die im Tor nicht nur viele Würfe der Weinböhlaerinnen entschärfte sondern mit langen Pässen immer wieder das Tempospiel erfolgreich einleitete.

37 Tore standen in der 57. Spielminute auf der Anzeigetafel. Die USV-Damen zündeten trotz zwei Wochen Trainingspause mit Gänsebraten & Co. noch einmal den Turbo. In der 59. Minute waren es dann 39 Tore und die Weinböhlaerinnen ließen sich Zeit im Angriff. Umso größer war der Jubel als Claudia Grützmann 2 Sekunden vor Abpfiff einen Tempogegenstoß erfolgreich im gegnerischen Tor versenkte und somit das 40. Tor erzielte. Viel wichtiger als das Erzielen des 40. Tores sind allerdings die große Einsatzbereitschaft aller Spielerinnen bis zur letzten Spielminute und der Wille des gesamten Teams trotz deutlichen Ergebnisses nicht locker zu lassen. Gemeinsam entwickelt sich die Mannschaft so Schritt für Schritt weiter, integriert neue Spielerinnen immer besser und versucht, taktische Vorgaben des Trainers möglichst konsequent umzusetzen.

Fazit des Trainers nach dem Spiel: „Das hat Spaß gemacht.“ Auch den Dresdner Zuschauern dürfte dieses Spiel viel Spaß bereitet haben. Gleich am kommenden Sonnabend (16.01.) steht das nächste schwere Spiel auf dem langen Weg zurück in die Sachsenliga auf dem Spielplan: 18 Uhr wird in der Sporthalle auf der Pohlandstraße das Spiel gegen die SG Klotzsche angepfiffen.

 

Es spielten: Lisa Ziegler (Tor), Claudia Grützmann (9), Alexandra Wilke (7), Andrea Leben (7/3), Alina Glinschert (4), Isabelle Blum (3), Dajana Knick (3), Heidi Hennig (2), Madlen Keilhauer (1), Michaela Koch (1), Katja Kotzauer (1), Tabea Peukert (1), Sarah Hilke (1)