Trotz Leistungssteigerung keine Überraschung gegen Tabellenführer

Mit dem aktuellen Tabellenführer - HSG Neudorf/Döbeln - erwarteten wir einen schweren Gegner und dazu noch in der ungewohnten Halle am Pohlandplatz. Das Spiel der Vorwoche in Rückmarsdorf hing sicher auch noch etwas in den Köpfen. Trotzdem  wollte man sich beim Heimspiel bestens präsentieren und vor allem die Abwehr stabilisieren.

Dies gelang in weiten Strecken auch gut, reichte an diesem Tag jedoch nicht aus, um die Punkte gegen Döbeln in Dresden zu behalten.

Aber von vorn: Die ersten Minuten waren geprägt von Unsicherheiten und Problemen in der Abstimmung, denn Wiedereinmal in dieser Saison standen viele Gesichter auf der Platte, die so mancher der zahlreich anwesenden Fans - DANKE - noch gar nicht richtig kannte. Vor allem beim Abschluss wollte sich kein Erfolg einstellen. So konnte Döbeln über 0:2 bis auf 2:7 davonziehen. Viele überragende Paraden der glänzend aufgelegte Yikka Puskas im Tor verhinderten in dieser Phase Schlimmeres. Nach einer frühen Auszeit kamen die Gastgeberinnen dann besser in Fahrt, stabilisierten die Abwehr und konnten sich mit mehr Disziplin und konsequenter umgesetzter Taktik ein Unentschieden (11:11) erarbeiten. In die Halbzeit ging es bei einem Stand von 12:13.

Für die 2. Hälfte der Partie war die Marschroute klar - weiter die Abwehr stabilisieren, den Gegner zu Fehlern zwingen und dann mit Tempo nach vorn. Leider passierte in den ersten Minuten der das genaue Gegenteil von dem was gewollt war. Hektische Abschlüsse und leichte Fehler ermöglichten den Gästen schnelle Tore und sie zogen auf 12:21 (!) davon - eine Vorentscheidung!? Die Auszeit wurde genutzt um sich wieder auf die eigenen Tugenden zu Besinnen und so gelang eine sehenswerte Aufholjagd (20:22). Doch vielleicht hatte diese zu sehr an den Kräften gezehrt - in den folgenden Minuten ging es munter hin und her, Dresden war häufig in Unterzahl, Pfosten und Latte taten ihr Übriges, letztlich mussten sich die Gastgeberinnen mit einem 28:33 geschlagen geben.

Fazit von Trainer Lemke: Uns ist eine deutliche Verbesserung gegenüber der Vorwoche gelungen - sowohl in Abwehr wie auch Angriff. Wenn wir diesen Trend beibehalten, steht einem Sieg gegen den HC Sachsen Neustadt-Sebnitz am nächsten Samstag (4.11.) dann wieder 16:00 Uhr wie gewohnt in der Energieverbundarena, nichts im Wege.

Es spielten: Härtel (2), Semeradt (1), Horn (1), Meerstein (2), Leben (5/1), Lippmann (4), Löser (5), Cembranos-Bruzon (9/2), Seidel, Puskas (Tor), Dziork (Tor)