Zwei Punkte zum Auftakt der neuen Saison

Sachsenliga Frauen: USV TU Dresden – HC Glauchau Meerane 26:25 (13:14)

Normalerweise ist jede Mannschaft glücklich über einen Sieg im ersten Punktspiel der neuen Saison. Bei den Frauen des Sachsenligateams der TU Dresden wollte keine Spielerin über den Sieg so richtig jubeln, denn der Spielverlauf hielt einige Tiefschläge bereit.

Das zu Saisonbeginn neu zusammengestellte Team hatte schon in der Vorbereitung mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, die eine gezielte Vorbereitung erschwerten. Sieben Spielerinnen haben, aus unterschiedlichen Gründen, das Team verlassen. Neue Spielerinnen galt es zu finden und ins Team zu integrieren. Ein Trainingslager musste kurzfristig wegen Personalmangels abgesagt werden. Das zweite Trainingslager fand in Dresden statt, weil der finanzielle Rahmen nicht mehr zuließ.

Zum Saisonstart stand das neue Team. Letztes Wochenende trafen sich alle zum Trainingslager und fuhren nach 4 Trainingstagen mit insgesamt 7 Trainingseinheiten, als Abschluss, nach Chemnitz zum Pokalspiel. Es kam wie es kommen musste: die Spielerinnen waren einfach platt, kämpften sich tapfer durch, konnten sich aber nicht belohnen. Das Spiel ging in die Verlängerung nach Stand von 21:21 und endete 24:26 für Chemnitz.

Am Samstag startete das Sachsenligateam nun in den Punktspielalltag gegen Glauchau. Glücklich waren alle mit einen Heimspiel zu beginnen, denn die Energieverbundarena hat seit September 2015 das Team nur als Sieger gesehen. Der Beginn des Spiels war wie immer, TU am Ball und Tor. Das fand Glauchau unpassend und dreht das Spiel innerhalb weniger Minuten zum 2:4. So lief es munter weiter. TU glich aus, Glauchau legt ein Tor vor. Unsere Frauen erhöhten das Tempo, doch keine Führung sprang heraus. Als in der 20. Minute ein Schrei die Stille in der Halle durchbrach, trug es nicht zur Verbesserung der schon angespannten Personalsituation bei. Dajana Knick verdrehte sich bei einen Torwurf das Knie. Das war eine ungewohnte Situation, denn seit zwei Jahren, gab es keine schweren Verletzungen. Wie geht das Team damit um? Geschockt? Nein! Sie spielten weiter Tempo und wollten unbedingt das Spiel gewinnen. Bis zur Halbzeit gelang nur der Anschlusstreffer.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging es los. Das Team erhöhte nochmals das Tempo und erspielte sich mehrere Chancen, scheiterte noch an der Torfrau der Gäste. Endlich, ab der 38. Minute wurde der Aufwand belohnt und TU führte erstmals im Spiel mit 18:17. Jetzt passte alles, Jojo vernagelte das Tor und der Angriff von TU lief wie gewohnt – schnell und erfolgreich - 21:18. Mit diesem Zwischenspurt pushte sich das Team und war gewillt die Führung zu behalten. Doch wenn es läuft, gibt es immer einen Spielverderber. In einem Zweikampf verletzte sich Heidi Hennig an der Schulter und konnte nicht weiterspielen. Plötzlich war es wieder wie in der ersten Halbzeit, doch nun legte TU vor und Glauchau musste nachziehen. Die Dresdnerinnen betonierten ihre Abwehr und wenn die Gäste doch mal durchkamen, stand Jojo genau richtig und hatte den Ball. Chancen über Chancen erarbeitet sich das Team im Angriff, doch sie kamen nicht zu den nötigen Toren. Am Ende gelang der verdiente Sieg mit 26:25. Gestartet mit zwei Punkten, zwei Spielerinnen verloren, da darf jeder gespannt sein, welche Überraschungen unser Sachsenligateam noch bereit hält.

Ein kleiner Ausblick schon jetzt. Am 10.09., 16:00 Uhr kommt es in Chemnitz zum erneuten Spiel gegen Chemnitz II, diesmal um Punkte. Danach am 16.09. um 16:00 trifft das Sachsenligateam in Dresden auf Marienberg (Absteiger aus der 4.Liga). So liebe Fans und Zuschauer, den 16.09. fest einplanen und das Frauenteam unterstützen was Dresden in der 5.Liga vertritt. Jede Unterstützung wird gebraucht, damit die weiße Weste in der EVA sauber bleibt.

Es spielten: Schmidt (Tor), Semeradt, Kötter, Kotzauer (2), Knick (5), Horn (2), Leben (8/5), Hennig (3), Lippmann (3), Löser, Cembranos Bruzon (3), Dziock