Jede Serie hat einmal ein Ende: USV TU Damen unterliegen zu Hause dem HV Chemnitz

Jede Serie endet einmal. So hätte es sich Trainer Andreas Lemke allerdings sicher nicht gewünscht. Auch im ersten Heimspiel der Rückrunde und zweiten Spiel im neuen Jahr bleiben die Damen des USV TU Dresden sieglos. Nach dem Unentschieden in der letzten Woche beim Tabellenletzten HC Glauchau/Merane wollten die Dresdnerinnen nun endlich zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einfahren. Zu Gast war der HV Chemnitz, gegen den sich die Damen jedoch bereits im Hinspiel und im Pokal geschlagen geben mussten. Und auch im dritten Anlauf sollte es nicht besser für den USV laufen.

Bis zum 4:4 begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe. Die Dresdner Damen agierten aus einer sicher stehenden Abwehr heraus, taten sich jedoch im Angriff schwer. Verunsichert von einigen grenzwertigen Schiedsrichterentscheidungen verloren die Damen zu diesem Zeitpunkt völlig den roten Faden. 12 Minuten lang blieben sie torlos, während der Gegner Tor um Tor davonzog. Drei verworfene Siebenmeter, zu wenig klar erarbeitete Wurfsituationen und harmlose Würfe aus dem Rückraum machten es den Chemnitzerinnen einfach, das Spiel zu kontrollieren. Auch eine Auszeit von Trainer Andreas Lemke in der 22. Minute konnte nicht viel ausrichten. Mit 6:14 gingen die Mannschaften in die Halbzeitpause.

Ratlosigkeit spiegelte sich in den Gesichtern wieder, doch die USV-Damen nahmen sich vor, die erste Halbzeit abzuhacken und sich auf die zweite Hälfte zu konzentrieren. Das Trainerteam wechselte die Rückraumpositionen und die Kreisposition. Frische Kräfte sollten das Spiel beleben. Doch dieser Plan ging leider nicht auf. Die Chemnitzerinnen machten dort weiter, wo sie aufgehörten hatten und konnten ihren Vorsprung sogar auf 14 Tore beim 9:23 in der 38. Minute ausbauen. Jetzt hätte man sich aufgeben können, doch es ging noch einmal ein Ruck durch die Dresdner Mannschaft. So wollte man sich in eigener Halle nicht vorführen lassen. Die Damen kämpften und schafften es zumindest, den Abstand zu verkürzen. Am Ende musste man sich jedoch verdient mit 26:35 geschlagen geben.

In der nächsten Woche sind die Damen dann nun wieder auswärts beim HSV Marienberg gefordert. Das Hinspiel konnte der USV mit 35:30 gewinnen. Hoffen wir, dass dies ein gutes Omen ist und die Mannschaft nun schnell zurück in die Spur findet.

 

Es spielten: Schmidt, Puskas (Tor), Härtel (1), Semeradt, Kötter, Kolewa, Kotzauer (5), Horn (1), Meerstein (2), Leben (4), Lippmann (4), Löser, Cembranos Bruzon (8), Seidel (1)