Geil, geil, einfach nur geil!


„Geil, geil, einfach nur geil!“ Nur selten sind Trainer nach einem Punktspiel so überschwänglich, wie Andreas Lemke gestern nach dem Duell des USV TU Dresden gegen die Mädels vom HC Leipzig. Doch das hatten sich die Damen auch verdient! Denn trotz des Fehlens von Spielmacherin Rebecca Cembranos Bruzon und Hannah Kötter sowie der noch bis zum Ende der Saison verletzten Anne Zimmermann, absolvierten die Dresdnerinnen ein furioses Spiel. Dieses Begann bereits mit einem Traumstart. 2:0, 4:1 und 8:1 nach 10 Minuten − damit hätte nach der deutlichen Hinspielniederlage wohl niemand gerechnet.

In den folgenden 20 Minuten stabilisierten sich die Leipzigerinnen und konnten den Rückstand etwas verkürzen − 9:3, 11:5, 13:7. Die USV-Damen agierten in dieser Zeit etwas unglücklich und konnten gut herausgespielte Chancen leider nicht verwerten. Doch wenn ihnen jemand vor dem Spiel prophezeit hätte, dass sie zur Halbzeit mit 14:10 in Führung liegen würden, hätten sie dies wahrscheinlich gern unterschrieben.

Und so ging es mit diesem Ergebnis in eine turbulente zweite Halbzeit. Maßgabe des Trainers war es, den vier Tore Vorsprung so lange wie möglich zu halten. Bis zum 20:16 in der 41. Minute gelang dies auch gut. Von da an gingen die Leipzigerinnen immer wieder in eine komplette Manndeckung über und zerstörten so den Spielfluss der Dresdnerinnen. Teilweise artete es etwas in griechisch-römischen Ringkampf aus. Und so schaffte es die HCL-Reserve den Vorsprung in den folgenden 10 Minuten zu egalisieren und ging sogar in der 55. Minute erstmalig in Führung (25:26). Doch besonders Nadine Seidel und Katja Kotzauer nahmen sich in dieser Phase ein Herz und kämpften sich erfolgreich durch die Manndeckung und netzten erfolgreich ein. Gepaart mit tollen Paraden der gut aufgelegten Maria Puskas, gelang es Dresden, das Spiel wieder zu drehen und letztendlich erfolgreich mit 29:27 zu beenden.

„Ich bin sehr stolz auf das Team. Schon mit dem Spielbeginn haben wir uns durch sichere Aktionen und prima Spielzüge Respekt verschafft. Am Ende haben wir noch einmal alles rausgeholt was ging und verdient gewonnen.
Schade, dass die Schiris mit dem Niveau beider Teams nicht mithalten konnten. Die Tatsache, dass das Spiel trotz 6 zu 2 Zeitstrafen erfolgreich gestalten werden konnte, untermauert noch einmal den verdienten Sieg“, so Andreas Lemke.

Vielen Dank auch noch einmal für die Unterstützung aus der zweiten Mannschaft durch Franziska Groß und Regina Fust, die sich direkt nach ihrem eigenen Spiel noch einmal zur Verfügung stellten.
 

Es spielten: Schmidt, Puskas (Tor), Semeradt (4), Kolewa (6/1), Kotzauer (7), Horn, Leben (1), Lippmann (2), Löser (4), Seidel (5), Groß, Fust