USV-Damen im Erzgebirge erfolgreich

Vielleicht war es die Schneeballschlacht vor dem Spiel oder auch einfach der Frust aus den letzten beiden Partien, aber am Samstag brachten die Damen des USV TU Dresden gegen den HSV 1956 Marienberg ein starkes Spiel in auswärtiger Halle auf die Platte. Bereits das Hinspiel gegen die Damen aus dem Erzgebirge konnten die Dresdnerinnen für sich entscheiden. Doch die Vorzeichen für die anstehende Partie hätten trotz dessen durchaus besser sein können. Nach einigen Ausfällen traten die Damen die Reise ins winterliche Erzgebirge mit arg geschrumpften Kader an. Neben den Langzeitverletzten Dajana Knick und Heidi Hennig musste Trainer Andreas Lemke nun auch verletzungsbedingt auf Anne Meerstein und Johanna Löser verzichten. Auch Alexandra Horn und Isabell Härtel konnten die Auswärtsfahrt nicht mit antreten. Die Vorzeichen waren also nicht die Besten. Dem Spiel der TU-Damen hat man dies allerdings nicht angemerkt.

Die ersten zehn Minuten begannen beide Teams noch etwas nervös. Es dauerte ganze vier Minuten, bis die HSV-Damen das erste Mal einnetzten und sieben Minuten bis Jennifer Lippmann für die Dresdenerinnen zum 2:1 traf. Auch danach bestimmten die Abwehrreihen die Partie und so wurde die Hoffnung der Zuschauer auf ein torreiches Spiel schnell besiegelt wurde. Dies war auch der Grund, warum sich keine Mannschaft wirklich absetzen konnte. Während die Gastgeber die ersten 20 Minuten zwar stets mit ein oder zwei Toren vorlegen konnten, übernahmen die Dresdnerinnen in der 26. Minute beim 9:10 durch Anne Grevener zum ersten Mal die Führung. Dies veranlasste Gästetrainer Stefan Süßmilch zu einer Auszeit. Die TU-Damen ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken und so gingen die Mannschaften mit 10:12 in die Pause.

Den Start in die zweite Hälfte meisterten die Marienbergerinnen deutlich besser. Schnell kamen sie zum Ausgleich und die Führung wechselte in den nächsten Spielminuten ständig. (12:13, 14:13, 15:15) Beim 16:17 übernahmen die Dresdnerin wieder die Führung und sollten sie auch bis zum Spielende nicht mehr hergeben. Beim 17:20 in der 46. Minute hatten die Dresdnerinnen die Chance, auf eine kleine Vorentscheidung. Doch die Hausherrinnen wollten sich noch nicht geschlagen geben und dem USV unterliefen in dieser Phase des Spiels einfach zu viele einfache technische Fehler. Dies machte den Gegner stark und so kämpften sich die Marienbergerinnen noch einmal auf 20:21 in der 56. Minute heran. Zwei Tore von Jenny Kolewa und Katja Kotzauer entspannten die Lage für die Dresdnerinnen jedoch merklich. Und so konnte auch der letzte Treffer von Lucie Hribova zum 23:21 Entstand nichts mehr am Auswärtssieg der Dresdnerinnen ändern. "Schlüssel zum Gewinn war an diesem Tag die starke Abwehr und das disziplinierte Angriffsspiel.", resümierte Trainer Andreas Lemke nach der Partie. Die Freude der Mannschaft über das erste gewonnene Spiel im neuen Jahr und zwei wichtige Punkte im Abschiedskampf waren riesig. Damit rücken die TU-Damen bis auf einen Punkt an die viertplatzierten Marienbergerinnen heran.

In der kommenden Woche erwartet das Team nun den achtplatzierten SC Markranstädt. Das Hinspiel mussten die Gastgeberinnen noch Aufgrund von Personalnot absagen. Zwei Punkte die die Dresdnerinnen sicherlich schmerzlich vermissen. Von daher soll das Rückspiel nun unbedingt gewonnen werden.

Es spielten: Schmidt, Puskas (Tor), Semeradt, Kötter (1), Kolewa (4), Kotzauer (3), Leben (4/4), Lippmann (4), Cembranos Bruzon (4), Grevener (3), Seidel